Die Initiative Frey/Walter setzt genau dort an, wo Herrliberg heute bei der e-Mobilität den grössten Nachholbedarf hat: bei öffentlich zugänglichen Ladestationen. Während aktuell nur eine einzige öffentliche Schnellladestation bei der Post existiert, sind insbesondere Mieterinnen und Mieter sowie Stockwerkeigentümer auf zusätzliche Angebote angewiesen.
Die Initiative im Wortlaut: «Der Gemeinderat wird beauftragt dafür zu sorgen, dass auf dem Gemeindegebiet der Gemeinde Herrliberg vier bis fünf allgemein zugängliche Ladestationen für batterieelektrische Autos zur Verfügung stehen. Er kann dies in Eigenregie durchführen oder zusammen mit privaten Anbietern. Dies soll bis Ende 2026 realisiert sein.»
Die Initiative lässt dem Gemeinderat viel Gestaltungsspielraum. Eine pragmatische und kostengünstige Umsetzung könnte wie folgt aussehen: Insgesamt fünf AC-Langsamlader an den zentralen Standorten Vogtei-Tiefgarage und Vogtei-Parkplatz sowie beim Fussballplatz Langacker. Laut Agrola Onlinerechner kostet dies 20’000 bis 40’000 Franken. Denkbar wäre auch ein zusätzlicher Schnelllader bei der Vogtei oder beim Fussballplatz, der laut Angaben der Gemeinde ca. 200’000 Franken kosten würde. Fazit: Alles in allem lässt sich unsere Initiative für einen geschätzten Betrag von 20’000 bis 240’000 CHF weit günstiger umsetzen, als der beleuchtende Bericht mit 1,3 Mio. Franken vermuten lässt. Für den optimalen Mix sind die günstigen Langsamlader ein Plus. Und: Sie schonen das Budget der Gemeinde und der Nutzerinnen und Nutzer!